01.09.2010
Nach einem Jahr zieht die Nachwuchsorganisation der FDP an der Inde trotz anfänglicher Probleme eine positive Bilanz. Enge Zusammenarbeit auch mit anderen Parteien. Mit Jasmin Dederichs als Vorsitzende geht es ins zweite Jahr.
Eschweiler. Es ist gerade einmal ein knappes Jahr her, dass sich eine Hand voll junger Erwachsene zusammengesetzt und ein neues Projekt ins Leben gerufen hat: die Gründung des Ortsverbandes der Jungen Liberalen (Julis). Oberstes Ziel damals: andere Jugendliche für die Politik zu begeistern sowie aktiv für die liberalen Grundsätze einzutreten. Inzwischen liegen zwölf Monate hinter den Jugendlichen, für die schon jetzt eines feststeht: Anpacken und politisch aktiv sein wollen alle auch weiterhin.
Inzwischen 18 Mitglieder
„Seit unserer Gründung vor einem Jahr ist einiges passiert, wenn auch mit kleinen Startschwierigkeiten", berichtete Christina Kaiser, Ortsvorsitzende der Julis, nun auf dem zweiten Ortskongress und blickte dabei auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Nicht nur, dass die Gruppe auf 18 Mitglieder gewachsen ist, sondern auch die zahlreichen Aktionen, die die Julis entweder initiierten oder unterstützten, zeigen die Einsatzbereitschaft der jungen Politiker.
So besuchten sie gleich zu Beginn zwei Altenheime in der Stadt, und kurz danach wartete eine besondere Aufgabe auf den noch jungen Ortsverband: bei der Kommunalwahl die „Großen" zu unterstützen.
„Die Zusammenarbeit mit der Jungen Union konnten wir erfreulicherweise ausbauen, sodass wir im Januar dieses Jahres zusammen mit ihr den Düsseldorfer Landtag besichtigten", freute sich Christina Kaiser über die gemeinsamen Unternehmungen mit den anderen Eschweiler Jugendverbänden und zielte damit vor allem auf den Workshop zur Gestaltung der Innenstadt in Kooperation mit den Jungen Sozialisten. „Zukünftig wollen wir mit der Mobilen Jugendarbeit zusammenarbeiten, da diese den Draht zu den Jugendlichen hat, der uns manchmal noch fehlt", kündigte die Vorsitzende an. Die Hilfe bei der Landtagswahl sowie bei der Feier der Eschweiler FDP anlässlich des 60-jährigen Jubiläums rundete das erste Jahr als Ortsverband gelungen ab.
„Von den kleineren Parteien sind wir die einzige Jugendorganisation. Leider konnten wir noch nicht so viele Aktionen durchführen, wie ich mir das manchmal wünsche", resümierte Christina Kaiser. Dennoch steht dem Ortsverband ein engagierter Vorstand vor, der nun neu gewählt wurde. Die Mitglieder bestätigten Christina Kaiser in ihrem Amt der Vorsitzenden. Ihr Stellvertreter wird neben Anke Göbbels auch Sebastian Thelen sein. Schatzmeister bleibt wie zuvor Thomas Philippen. Zur neuen Beisitzerin wählten die Mitglieder Jasmin Dederichs. Als Kassenprüfer sind weiterhin Frank Göbbels und Swen Hasenbein tätig.
„Die Julis waren und sind uns eine sehr gute Hilfe", sprach Ulrich Göbbels, Stadt- und Fraktionsvorsitzender der FDP in Eschweiler, ein Wort des Dankes aus. Dem konnte Dr. Werner Pfeil, FDP-Kreisvorsitzender Aachen-Land, nur beipflichten: „Im Vergleich zu anderen Städten gibt es hier einen sehr starken Verband, und unser Ziel ist es, die Mitarbeit der Julis im Bildungsbüro der Städteregion zu fördern."
„In Zukunft wollen wir natürlich noch viel mehr machen und vor allem programmatisch arbeiten", versprach Christina Kaiser abschließend, die sich gemeinsam mit ihren Mitstreitern über neue Mitglieder freut. (anka)
Weitere Infos unter www.julis-eschweiler.de
Quelle: Eschweiler Zeitung, 01.09.2010
11.01.2010
Eschweiler. Gute Vorschläge für die Zukunft der nördlichen Innenstadt? Aber hallo! Ein Laden für CDs und DVDs ins City-Center, ein «Extrablatt»-Café in die Schnellengasse, auf den Markt ein Open-Air-Kino. Und das frühere Karstadt-Gebäude randvoll mit lauter Einkaufs- und Freizeitangeboten, vom H&M-Modemarkt bis zum Übungsraum für Tanz und Theaterspiel.
Frag junge Leute, wie sie sich Eschweiler vorstellen, und du bekommst so lange Antworten, bis du Stop sagst. Gefragt haben die politischen Jugendorganisationen der Stadt, also die Jungsozialisten (SPD), die Jungen Liberalen (FDP) und die Junge Union (CDU). Ebenfalls gefragt hat die Mobile Jugendarbeit der Stadt, die das Treffen im Jugendheim Oase am Samstag organisierte.
Im Rathaus hat man großes Interesse an den Antworten. Denn da wird mit Hochdruck an Plänen für eine Neugestaltung der Innenstadt nördlich der Inde gebastelt. Nicht erst seit der Schließung des Hertie-Kaufhauses (Ex-Karstadt) wird es immer öder rund um Markt und Schnellengasse. Dort muss etwas geschehen, und zwar schnell.
Weitere Planungsrunde in Kürze
Im Jugendheim Oase hatten die Sozialarbeiter Oliver Krings und Olaf Tümmeler fünf Tische mit großen Papierbögen gedeckt und mit Filzstiften garniert. Viel Platz für Ideen, Anregungen, Vorschläge, Kritik und Wünsche - und die kamen dann auch reichlich. Fast drei Stunden lang diskutierten und dokumentierten junge Eschweiler ihre Vorstellungen für eine Neugestaltung der nördlichen Innenstadt.
Die 15 Teilnehmer dieser Planungsrunde waren ausschließlich junge Bürger, die bei den Jusos, der JU und den Julis aktiv sind. Nicht organisierte Jugendliche waren nicht gekommen, sollen aber in den nächsten Wochen ebenfalls in die Planungswunsch-Runde einbezogen werden. Zum Beispiel bei der «Soccernight» am kommenden Freitag, auch im «Café Downstairs» im Rathaus, wo sich regelmäßig vor Schulbeginn Fahrschüler treffen, und bei den Angeboten der Mobilen Jugendarbeit in den Stadtteilen.
Baudezernent Hermann Gödde hatte zur Eröffnung der Denk-Runde in der «Oase» versichert, wie wichtig die Beteiligung der Bürger «im Alter von Null bis 100 und auch drüber hinaus» bei der Planung sei: «Wo wollen wir hin? Wie sind die Bedürfnisse der Menschen?»
Querdenken nötig
Wie notwendig die Neugestaltung des Viertels zwischen Inde und Peter-Paul-Straße, zwischen Kochsgasse und Funkengasse sei, machte Gödde eindringlich klar. In seiner Studentenzeit sei man sogar von Aachen nach Eschweiler gekommen, um in der Schnellengasse zu feiern. «Wenn ich da heute durch gehe, kommen mir die Tränen».
Nachdem die Sanierung der südlichen Innenstadt fast abgeschlossen ist, sei nun die City nördlich der Inde an der Reihe. Allerdings wird das nicht so einfach. Gödde: «Die Sanierung der südlichen Innenstadt hatte den Schwerpunkt, die Stellung Eschweilers als Einkaufsstadt zu stärken. Diese Sanierung war ein Erfolg. Aber im nördlichen Bereich müssen wir mehrere Ziele vereinen.»
Nicht nur Einkaufen und Gastronomie, auch Wohnen, Handwerk und Gewerbe haben dort künftig weiterhin ihren Platz. Seine Bitte an die Jugendlichen: «Denken Sie quer, lassen Sie jede Idee zu.» Sein Versprechen: «Wir werden alles ernst nehmen, was hier an Vorschlägen auf den Tisch kommt.»
Da kam dann eine Menge. Besonders bei den Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten. Mit roten Klebepunkten wurden Vorschläge markiert, die bei besonders vielen Teilnehmern auf Zustimmung stießen. Hier eine Auswahl der Ideen aus d em Workshop.
Einkaufen: Der Modeladen H&M ist nach Ansicht junger Leute ein Muss in Eschweiler - sieben Punkte! Weiter gehören in die City Markengeschäfte wie Tom Tailor und S. Oliver, Modeschmuck, ein Schuhladen mit günstigen Angeboten, ein Taschenladen, der (weiter außerhalb geplante) Mediamarkt, Outlet-Geschäfte, ein Laden für CDs und DVDs und auch wieder das, was es so viele Jahre lang in Eschweiler gegeben hat: «Ein Kaufhaus, wo man eben alles bekommt».
Cafés und Treffpunkte: Acht rote Punkte für den dringendsten Wunsch: Subway! Das ist ein Schnellimbiss, der auf Sandwichs und Salate setzt und inzwischen in vielen Einkaufszentren zu finden ist. Ebenfalls heiß begehrt sind Cocktailbars und Café-Bars, die sich an ein jüngeres Publikum wenden als die üblichen Cafés in Eschweiler - die Stichworte heißen «Alex» und «Extrablatt». Auch eine Karaoke-Bar ist bei den Ideen. Und ein Jugend-Bürgerbüro als Anlaufstelle.
Freizeitangebote: Auf dem Markt ist sooooo viel möglich! Konzerte, Eisbahn und (am meisten gewünscht) ein Open-Air-Kino. Mit sieben Wunschpunkten ganz weit oben auch die Idee, an der Inde Liegewiesen und ein Strandcafé einzurichten. Freie Räume für Veranstaltungen werden gewünscht, auch Probenräume für Musik, Tanz und Theater. Überhaupt seien die üblichen Freizeitangebote oft zu teuer. Weitere Ideen: Skate-Indoor-Halle, Kletterhalle, Nichtraucherangebote.
Kritik: Parkhaus hin oder her - es gibt nach Ansicht vieler Jugendlicher zu wenig Parkmöglichkeiten in der nördlichen Innenstadt. Da kam sogar der Vorschlag, den Markt zum kostenlosen Parken frei zu geben. Allerdings wurde auch das genaue Gegenteil gewünscht: autofreier Marktplatz. Die Busverbindungen abends sind ein großer Kritikpunkt. Warum gibt es keinen kostenlosen Nachtbus und keine Jugendtaxis? Mangende Sicherheit und die vielen Baustellen wurden kritisiert, zu wenig Einkaufsmöglichkeiten für Jugendliche - die deswegen lieber nach Aachen fahren.
Wunsch: «Nicht verjagt werden»
Auch dies war ein Thema: Junge Leute fühlen sich, wenn sie sich in der Innenstadt treffen, nicht akzeptiert, misstrauisch angeschaut. Das sollte nachdenklich machen, fand auch Sozialarbeiter Oliver Krings, wenn auf der Liste ein so bescheidener Wunsch steht wie «Nicht verjagt werden».
Quelle: Eschweiler Zeitung, 11.01.2010
08.09.2009
Eschweiler. Als «nachhaltige und erfolgreiche Bildungsfahrt» wertete Thomas Schlenter, Vorsitzender der JU Eschweiler den Besuch des Landtages in Düsseldorf.
15 Vertreter und Freunde der JU Eschweiler sowie Stolberg folgten der Einladung von Axel Wirtz, das Landtagsgebäude zu besichtigen und mit dem Abgeordneten über politische Themen zu diskutieren.
«Erfreulich ist, dass auch Vertreter der Julis beider Städte an der ersten gemeinsamen Aktion von Eschweiler und Stolberg teilgenommen haben,» berichtet Frederick Thielen, Vorsitzender des JU-Stadtverbandes Stolberg.
«Die Eschweiler folgen dem Beispiel aus Stolberg und zeigen so, dass man sich auch parteiübergreifend verstehen und Aktionen für Jugendliche durchführen kann. Das freut uns sehr», so Thielen weiter. Nach dem Besuch des Landtages, verabschiedeten sich die Juli-Vertreter in Richtung Heimat.
Für die JU-Verbände fand der Tag noch einen gemütlichen Ausklang in Köln. «Wir haben gemeinsame Interessen entdeckt und werden unsere Zusammenarbeit in Zukunft ausbauen. Das wird sich positiv für die Jugend in der Region auswirken,» so Thomas Schlenter.
Quelle: Eschweiler Zeitung, 08.09.09
26.08.2009
Eschweiler. Sie sind zwar noch weit davon entfernt, sich über ihre Alterspflege Gedanken zu machen - dennoch setzten sich die Jungen Liberalen (JuLis) jüngst mit dem Wohnalltag zweier indestädtischer Senioreneinrichtungen auseinander. Und zwar in prominenter Gesellschaft: Daniel Bahr, gesundheitspolitischer Sprecher der FPD-Bundestagsfraktion reiste eigens aus Berlin an, um die JuLis ins Senioren- und Betreuungszentrum des Kreises Aachen an der Johanna-Neumann-Straße sowie ins Pro Seniore an der Odilienstraße zu begleiten.
Bernhard Müller, Verwaltungsdirektor des SBZ und Pflegedienstleiter Peter Gaida empfingen den politischen Nachwuchs in ihrer Einrichtung, wo die JuLis mit Bahr nach einer kleinen Führung durch das Haus ausführliche Informationen über den abwechslungsreichen Alltag (das Beschäftigungs- und Unterhaltungsprogramm - angefangen bei Bewegungstherapien über Tanztees bis hin zu Kunstausstellungen - im SBZ ist sehr vielfältig) erhielten.
„Was soll ich mit nach Berlin nehmen und ändern?", fragte Daniel Bahr schließlich die Vertreter des Seniorenzentrums. „Neben zusätzlichen finanziellen Mitteln zur Verbesserung der Lobby liegt uns vor allem am Herzen, dass der Beruf des Altenpflegers an Attraktivität gewinnt", antworteten Müller und Gaida unisono. „Für viele junge Menschen ist es schwierig, sich mit diesem Job zu identifizieren. Außerdem ist der Beruf des Altenpflegers oft mit einem schlechten Ruf behaftet", so Verwaltungsdirektor Bernhard Müller.
Auch im Pro Seniore drückte bei diesem Thema der Schuh: „Bei uns sind die Ausbildungsstellen bis 2014 besetzt, trotzdem mangelt es weiterhin an Nachwuchskräften", erklärten Residenzleiter Hermann Bechold und Residenzberater Dennis Hintze. Außerdem klagten Bechold und Hintze darüber, dass Hausärzte die Senioren nicht mehr weiterbehandeln, sobald die Patienten ihren Lebensabend im Seniorenheim verbringen.
Ob Daniel Bahr die Wünsche der Heimleiter in Berlin durchsetzen kann und sich die Seniorenheime künftig über bessere Bedingungen freuen dürfen? - Man soll die Hoffnung ja bekanntlich nie aufgeben...
Quelle: Eschweiler Filmpost, 26.08.09
Junge, liberale Politik soll in Eschweiler ein stärkeres Gewicht bekommen: Der neu gegründete Juli-Ortsverband mit Gästen um die Vorsitzende Christina Kaiser (9. von rechts) steht in den Startlöchern.
26.08.2009
Wenige Tage vor der Kommunalwahl gründete sich mit dem Juli-Ortsverband eine weitere Parteinnachwuchsorganisation in Eschweiler. Erste Vorsitzende der Jungen Liberalen ist Christina Kaiser. Ihr zur Seite stehen Anke Göbbels (Stellvertreterin), Thomas Philippen (Schatzmeister), Patrick Riedl (Beisitzer) sowie Frank Göbbels und Sven Hasenbein als Kassenprüfer.
15 Mitglieder haben die Julis an der Inde. Noch mehr Teilnehmer waren bei der Gründungsversammlung in der Gaststätte „Mexi's Partyeck" dabei. So auch der Juli-Kreisvorsitzende Stefan Rohmann, der sich über den Zuwachs an der FDP-Jugendbasis ebenso freute wie Marcel Hafke. Hafke, Spitzenkandidat der Jungen Liberalen für den NRW-Landtag, betonte, wie wichtig es in der Politik sei, Standfestigkeit zu bewahren. „Wir halten an unserem Kurs fest", betonte er daher in Eschweiler, dass die FDP ebenso wie die Jungen Liberalen für den Schutz der Bürgerrechte und für eine freie und vom Staat unabhängige Wirtschaft einstehe. Alle, die das Ende der marktradikalen FDP mit dem Beginn der Wirtschaftskrise herbeiredeten, seien eines Besseren belehrt worden. Beständige Politik mit Leitlinien, so Hafke, setze sich eben durch. „Bereits jetzt haben wir bei den letzten Kommunalwahlen knapp 100 Juli-Mitglieder in die Parlamente und Stadträte gebracht. Für 2009 streben wir nun 200 und mehr Plätze an", formulierte der Jungliberale ehrgeizige Ziele.
In Eschweiler trete die FDP, wie Stadtverbandsvorsitzender Ulrich Göbbels nicht ohne Stolz mitteilte, dafür gleich mit sieben Stadtratskandidaten unter 30 Jahren an. „Wir hatten es jahrelang relativ schwer in der Indestadt. Nun sind wir froh, so viele junge Menschen in unserer Partei zu haben", so Göbbels, der seit 35 Jahren für die Liberalen Politik betreibt.
Eine noch stärkere Truppe in Eschweiler durch die Juli-Gruppe machte auch Dr. Werner Pfeil, FDP-Spitzenkandidat für das Amt des Städteregionsrates, aus. Und wofür möchten sich die Julis vor Ort einsetzen? „Die Zukunft braucht dich", stand auf den T-Shirts, die die Gründungsmitglieder trugen. Den hohen Schuldenberg, den die Stadt über Jahre aufgetürmt hat, gelte es abzubauen, damit die junge Generation noch Luft zum Atmen habe, betonte Christina Kaiser.
Aber auch für konkrete Verbesserungen des Jugendlebens ¬in Eschweiler - zum Beispiel ein regelmäßig verkehrender Nachtbus - möchten sich die Jung-Politiker einsetzen. „Die Form steht, was nun folgen muss, sind Taten", möchten Christina Kaiser und Co. politisch durchstarten.
Quelle: Eschweiler Filmpost, 26.08.09
Gelb-blaue Zukunft der FDP: der neu gewählte Juli-Ortsvorstand mit (von links) Thomas Philippen, Christina Kaiser, Frank Göbbels, Anke Göbbels und Sven Hasenbein. Foto: Stefan Herrmann
20.08.2009
Gründungsversammlung des Ortsverbandes der Jungen Liberalen. Christina Kaiser erste Vorsitzende.
Eschweiler. Der FDP-Nachwuchs hat nun auch an der Inde einen eigenen Ortsverband. Die frisch gewählte erste Vorsitzende der Jungen Liberalen heißt Christina Kaiser.
„Juli" nennen sie sich. Ein Name, den es schon lange vor der bekannten gleichnamigen Deutschrock-Band gab. Und den die fünfzehn (fünf traten noch gleich am Abend den Julis bei) Eschweiler Juli-Gründungsmitglieder stolz herumtragen. „Die Zukunft braucht dich" lautet der Slogan auf ihren T-Shirts. Gebraucht werden vor allem Anke Göbbels, die als neue stellvertretende Vorsitzende fungiert, Thomas Philippen als Schatzmeister , Patrick Riedl als Beisitzer sowie Frank Göbbels und Sven Hasenbein als Kassenprüfer. Aber auch alle anderen Jung-Politiker und politisch Interessierte waren in Mexi's Partyeck willkommen. „Nicht nur die Sonne hat heute Grund zu lachen, auch die Julis", begrüßte der Juli-Kreisvorsitzende Stefan Rohmann die Runde.
Das Amt des Tagungspräsidiums übernahm Marcel Hafke, seines Zeichens Spitzenkandidat der Jungen Liberalen für den NRW-Landtag. „Was uns auszeichnet ist, dass wir immer unseren Kurs beibehalten", schwor Hafke die Teilnehmer der Gründungsveranstaltung ein. Die heraufbeschworene Götterdämmerung vieler Kritiker, die mit dem Beginn der Wirtschaftskrise auch das Ende der FDP gekommen sahen, belehrt er heute eines Besseren. „Wir sind noch immer da und stärker als zuvor. Im Gegensatz zu anderen Parteien machen wir keine Gut-Wetter-Politik und das erkennen die Wähler", glaubt Hafke an den Erfolg liberaler Politik. Zustimmung bekam er zwischen den Wahlgängen vom FDP-Kandidaten für das Amt des Städteregionrates, Dr. Werner Pfeil, und vom Vorsitzenden Freien Demokraten in Eschweiler, Ulrich Göbbels.
Göbbels betonte noch einmal, wie wichtig es ihm sei, gerade junge Menschen bei politischen Themen und Entscheidungen mit einzubeziehen. Dafür, so der Liberale, stehe die FDP an der Inde mit gleich sieben Kandidaten unter 30 Jahren, die zur Kommunalwahl antreten. „Mit zwei Damen an der Spitze gehen wir zusätzlich mit reichlich Frauenpower voran", ergänzte Dr. Werner Pfeil zum Wahlergebnis.
Dass die Gründung nur der erste Schritt sein kann, betonte derweil die neue Vorsitzende Christina Kaiser: „Die Form steht, was folgen muss, sind Taten." So möchten sich die Eschweiler Juli-Mitglieder unter anderem für einen Nachtbus einsetzen, den Schuldenberg, der besonders zukünftige Generationen belastet, reduzieren und den Austausch zwischen den Generationen fördern. (sh)
Die Jungen Liberalen im Netz: www.julis-eschweiler.de
Quelle: Eschweiler Zeitung, 20.08.09